Montag, 6. August 2012

Hannah

Es war alles verrückt,
wusste nicht was das wird,
doch du hast mich entzückt
von Anfang an.

Monatelang,
waren wir das Glas
nichts ganzes und nichts halbes
doch hatten spaß

Es machte uns besonders
einfach anders.
Wir waren in einer Blase
mitten auf der Straße

Je öfter als wir uns trafen
in die Blase eintraten
wollte ich dir sagen
"ich Liebe dich"

Ich konnte es nicht
wurde zu oft verletzt
trotzdem bist du mein Licht
was du in die Dunkelheit setzt.

Kann es immer noch nicht
will es dir aber vermitteln
mir fehlt der Mut
muss mich wach rütteln.

Deshalb schreib ich das Gedicht
bevor mein Herz zerbricht
Muss dir aber einfach sagen
Ich Liebe dich!

Abgrund

Keine Chance
Keine Gnade
verloren in Trance
echt schade

zu spät
für Entschuldigung
3 mal gekräht
zur Beruhigung

Von allen abgeschottet
Gehirnzellen verrottet
Mit den Stimmen
im Kanon singen

Den Joint fertig gebaut
in den Abgrund geschaut
einen Zug genommen
und rein gesprungen

Im Fall die Flügel ausgebreitet
entschieden zu fliegen
aber trotzdem weiter zu fallen
auf den Boden der Tatsachen  prallen

Unten angekommen
benommen
den nächsten Joint genommen
sich im nächsten Rausch sonnen

Alles was war
Alles was ist
ist unklar
Realität Mist

Wartend auf die helfende Hand
doch keine zu finden in diesem Land
wo man weggesperrt wird
und nur Vorurteile hört
über Menschen die Hilfe brauchen
und nur in die eigene Realität abtauchen

So schaut man sich die Statistik an
und merkt man ist ziemlich arm dran
einst im Land der Dichter und Denker
heute im Land der Richter und Henker



Sonntag, 1. Juli 2012

Das Floß

Mein Kopf ist voll
doch meine Gedanken leer.
Mental ausgekotzt sitz ich hier
und weiß nicht was ich tu.
Die Möglichkeiten sind da
und führen überall hin.
Wie ein Kompass der ständig die Richtung ändert
fühle ich mich verloren
im Ozean der guten Ratschläge.
Wohin soll es gehen?
Was soll aus mir werden?
Gedankenlos
lasse ich diese Gedanken los.
Vergrabe sie in mir
bis sie als Gedankenzombies wieder ausbrechen
und nach Antworten hungern.
Bis dahin treibe als Floß apathisch durch das Leben.
Stoße ab und zu an eine Insel des Aktionismus
nur um mich wieder von ihr zu entfernen.
So bleibe ich träge
ohne Antrieb
ohne Plan
ohne Ziel
bis ich strande
wo ich bereits auf mich warte
und mich wieder finde.
So das ich wieder eine Richtung erkenne.

Weißt du noch?

Weißt du noch als das Piano spielte?
Ich mich in dich verliebte?
Du mir in die Augen sahst?
Du mich das erste mal trafst?
Ich deine Hand nahm
ohne einen Plan
was ich tat
und dir auf die Füße trat?
Als wir lachten
uns nach Hause brachten
die Leidenschaft entfachten
uns vollkommen betrachten?
Zum ersten mal unsere Lippen sich berührten,
einander verführten, 
unsere Körper sich einander schmiegten
und die Liebe siegte?

Ich wache auf und du bist hier
ganz nah bei mir.
Und wir hatten den selben Traum
von der Nacht,
wir kannten uns kaum,
die uns zueinander bracht.

Irrtum

Du stehst da. Jetzt ist die Chance. Ich kenne dich. Du kennst mich nicht. 
1.
Ich gehe zu dir hin und frage dich etwas banales. Natürlich antwortest du. Aber irgendwie schaffe ich es das Gespräch am Laufen zu halten und sogar deinen Facebooknamen und deine Handynummer zu bekommen. Ich bin glücklich. 
Schon bald treffen wir uns in der Stadt. Schlendern etwas herum ohne ein bestimmtes Ziel und kommen uns näher. Du erzählst mir von dir, deinen Wünschen, Träume, Probleme und deinen Gefühlen. Ich weiß das nun der Zeitpunkt gekommen ist. Der Zeitpunkt an dem wir uns näher kommen sollen. Doch ich mache nichts und irgendwann verabschieden wir uns. 
Ritualisiert wiederholen wir das die nächsten male. Treffen. Laufen. Reden. Kneifen. Bis wir uns Verabschieden.
Irgendwann erzählst du mir wie du diesen besonderen Jungen kennen gelernt hast. Er ist nicht gut zu dir aber trotzdem seid ihr zusammen. Eine Welt bricht in mir zusammen und eine neue entsteht. Eine furchtbare, eine in der du dich von mir anwendest um an der Seite eines anderen zu leiden. Und das Ritual geht weiter. Ich kneife. 
Wir sehen uns immer seltener. Und wenn ich dich sehe leide ich. Ohne ein Wort. 
Nun habe ich schon lange nichts mehr von dir gehört. Muss an dich denken und wiederhole alles.

Treffen, Laufen, Reden, Kneifen. 
Treffen, Laufen, Reden, Kneifen.
Treffen, Laufen, Reden, Kneifen.

2.
Ich gehe zu dir hin und frage dich etwas banales. Natürlich antwortest du. Aber irgendwie schaffe ich es das Gespräch am Laufen zu halten und sogar deinen Facebooknamen und deine Handynummer zu bekommen. Ich bin glücklich. 

Ich weiß, das man dich beeindrucken muss und frage dich ob du mit auf ein Konzert von deiner Lieblingsband mitwillst. Natürlich sagst du ja. Ich selbst würde nie auf so ein Konzert wollen aber wegen dir mache ich eine Ausnahme. Aber das weißt du nicht. Wir reden viel über belangloses, tanzen zu Musik die ich nicht mag und küssen uns irgendwann. Wir treffen uns oft. Machen Dinge die du magst und werden ein Paar.
Lange sind wir zusammen. Der Alltag hat uns eingeholt. Ich verstelle mich nicht mehr und wir streiten oft.
Als du den Aschenbecher nach mir wirst gehe ich aus der Tür um niemals wieder zu kommen.

3.
Ich gehe zu dir hin und frage dich etwas banales. Natürlich antwortest du. Aber irgendwie schaffe ich es das Gespräch am Laufen zu halten und sogar deinen Facebooknamen und deine Handynummer zu bekommen. Ich bin glücklich. 

Wir treffen uns in der Stadt und wir schlendern etwas herum. Ohne ein bestimmtes Ziel. Ich merke das ich ein falsches Bild von dir hatte und wir zu verschieden sind. Wir verabschieden uns und ich sehe dich nie wieder.

Donnerstag, 29. März 2012

Kevin

Als meine Freundin schwanger wurde, war noch nichts schlimmes daran. Erst als sie anfing meinen Kühlschrank wie Kirby leer zu saugen machte ich mir sorgen. Sie schaffte es innerhalb von einer Woche meinen ganzen Monatslohn zu verfressen. Spätestens da fragte ich mich wie unser Kind denn aussehen werde. Die Vorstellung an Jabba the Hut lies mich erzittern. Ich sah mich schon in einer dunklen Wüstenhöhle stehen und wie ein kleiner Mülleimer auf Rädern eine Projektion zeigte in der ich als Geschenk für das dicke Ungetüm erklärt wurde. An ihren Stimmungsschwankungen litt ich am meisten. Sie wechselte zwischen "Ich bin soo fett und häslich" und "lass es hier auf der Bahnhofstoilette treiben". Zumindest konnte ich bei der ersten Aussage zustimmen. Zu allem Übel verdunkelten sich meine Träume von Nacht zu Nacht. Am schlimmsten waren die Träume, in denen sich meine Freundin solange wie ein Luftballon aufblähte bis sie platzte und stattdessen Cindy aus Marzahn vor mir stand und mich hungrig anblickte. Wenn wir zum McDonalds fuhren aß ich einen kleinen Salat. Besser gesagt, ich aß eine kleine Tomate während sie die Vorräte des McDonals schon verschlungen und danach noch meinen Salat wollte. So zogen wir wie ein Heuschreckenschwarm von Filiale zu Filiale bis wir endgültiltig überall in Deutschland Hausverbot bekamen, da sie eines Tages eine Gruppe Kinder mit dem Kindermenü verwechselt hat.
Irgendwann hatten wir uns damit beholfen, das wir bei jedem Lieferservice angerufen und die gesamte Karte bestellt haben. An jedem Abend. Meine Freundin finanzierte ich mich mittlerweile nicht mehr allein durch meine reguläre Arbeit sondern mit einem Spendenaufruf aus dem Internet. Ich habe eine hübsche Webside erstellt worin ich mein Problem schilderte. Als Shockbild habe ich ein Foto reingestellt von Ottfried Fischer, der gerade eine Schweinshälfte verschlingt mit der Unterschrift "Als nächstes bin ich dran". Trotz der vielen Spenden reichte das Geld nicht aus. Ich musste das Biest andersweitig besänftigen. Also entschloss ich einen DVD Abend zu machen.
Vielleicht war es nicht die beste Idee. Zu mal sie die zweite Couch zu dem Zeitpunkt auch schon gebraucht hat. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass sie sich total darauf gefreut und mir die Erlaubnis gegeben hat die Filme auszusuchen. Als ich aber von der Videothek kam mit allen 3 Alien Teilen war sie nicht mehr so begeistert.
Dann saß sie nur noch apathisch da und flüstert leise: "Ich muss es töten bevor es mich tötet!"
Danach wurde Sex wieder interessant. Vor dem DVD Abend erdrückte sie mich mit ihrem gesamten Körpergewicht und aß nebenher die Menükarte von Burgerking. Mein Röcheln war nicht unbedingt durch die Lust hervorgerufen. Durch das Trauma bedingt musste ich sie letztendlich ans Bett fesseln, was sich deutlich schwieriger gestaltete als gedacht. Dafür musste ich mich während des Aktes nur noch lediglich vom Gesicht fern halten.
Irgendwann waren die neun Monate vorbei und meine Odysse sah ich dem Ende entgegen. Als die Wehen einsetzten war bereits klar, dass es eine Hausgeburt werden würde, da keine Spedition einem Schwertransport in dieser Gewichtsklasse zustimmte. Schon bevor der Arzt eintraf ging es los. Die Bauchdecke pulsierte bis sie aufplatzte und ein kleines Alienbaby heraussprang. Soviel stand fest: Mein Kind war es schonmal nicht. Soviel zu dem Thema treue. Mit Freudentränen beobachtete ich das Schauspiel wie das Neugeborene ihre Wirtin aufaß. Genüßlich zerkaute das kleine die letzten Knochen mit dem zweitem Mund, der aus dem ersten Mund heraustrat. Sofort schloß ich das kleine in mein Herz. Da es anders war als andere Kinder zogen wir nach Leipzig, wo es durch die fehlende Kopfbehaarung kaum auffiel.
Jetzt ist der kleine Kevin neun Jahre alt und das Verschwinden von vorwiegend ausländischen Mitschülern fiel bisher auch nicht auf.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Blockade

Hänge wieder am Rechner
und habe keine Ahnung was ich schreiben soll
Toll!
Die Muse hat mich verlassen
und hatte es wohl so eilig
das sie keine Zeit hatte nen Abschiedsbrief zu verfassen.
Keine Reimschema will passen
Ich glaube ich sollte es lassen.
Seit Monaten keine Idee mehr gehabt
und immer wenn ichs versuchte
die Reime verkackt.
So kanns doch nicht weitergehen
mich mental im Kreise drehen
und die Lyrik nicht mehr verstehen.
Dabei war es früher so einfach
einen Text zu schreiben.
irgendwelchen Sach
aufs Papier zu treiben.
Immer mehr kritisiere
ich mich dafür
das ich mich verliere
in Rationalität
was kaum jemand versteht.
Dabei will ich die Schönen Dinge betrachten
mich in andere Welten vefrachten
und die Kunst wieder achten.